CHRONIK

Chronik Kurz (Chronik Ausführlich unten)

1905 – Am 1. März wurde in der Gaststätte „Zum goldenen Rad“ in Regensburg der Volkstrachtenverein Almrausch Stamm gegründet.

1906 – Wurden die Beziehungen zu unserem späteren Patenverein D‘ Gamskofler Nürnberg aufgenommen.

1914-1918 – Im 1. Weltkrieg von war die Vereinsarbeit sehr beschränkt, aber danach ging es wieder aufwärts.

1924 – Am 16.10.wurde in Etterzhausen zwischen dem Almrausch Stamm und Herrn Fromm ein Pachtvertrag unterzeichnet, der die Errichtung einer Blockhütte möglich machte.

1925 – Beim 20-jährigen Jubiläum wurde unsere Fahne geweiht, die Patenschaft übernahmen die Gamskofler aus Nürnberg.

1929 – Die Hütte war fertig und das ohne Auto und Bus.

1936-1939 – Im Jahre 1936 riefen der Trachtenverein Alpiner Regensburg und der Almrausch Stamm Regensburg in der Jahnturnhalle einen Faschingsball ins Leben, der bis zum Kriegsausbruch 1939 alle Jahre veranstaltet wurde.

1940 – Im Zuge der Enteignungen der nicht politisch tätigen Vereine im Dritten Reich musste im Mai 1940 die Almrauschhütte verkauft werden. Sie wurde Eigentum der Regensburger Domspatzen.

1939-1948 – In der Kriegs- und Nachkriegszeit von 1939 – 1948 ruhte das Vereinsleben fast völlig, aber am 13. Mai 1948 war es wieder soweit, der Almrausch Stamm erwachte langsam wieder zum Leben.

1950 – Im Jahre 1950 wurde das 45-jährige Gründungsfest mit einer kleinen Feier begangen, und die Idee des Alttrachtlertreffens geboren.

1951 – Im Jahre 1951 schloss sich der Verein der „Vereinigung Bayerischer Volkstrachtenvereine links der Donau“ mit Sitz in Nürnberg an, da uns der Landesverband bei einem Streitfall nicht unterstützt hatte.

1971 – Durch die Vermittlung eines Trachtenkameraden aus Rosenheim kam 1971 unser erster großer Auslandsauftritt zustande. Eine Volkstanz- und Schuhplattlergruppe sowie eine 6-Mann-Kapelle vertraten im Juli die BRD in Chambery/Savoyen.

1972 – Im Jahre 1972 bat uns der Trachtenverein Trofaiach in der Steiermark die Fahnenpatenschaft anlässlich ihres 50-jährigen Gründungsfestes zu Übernehmen. Bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in München war unser Verein mit 5 Paaren in bodenständiger Tracht vertreten.

1973 – Im Jahre 1973 wurde die Kinder- und Jugendgruppe gegründet, auf die wir heute noch stolz sein können, denn so manches Kind eines damaligen Jugendlichen tanzt heute schon wieder Schottisch und lernt die ersten Schläge ein Plattlers.

1974 – In diesem Jahr kamen wir einer Einladung der Südtiroler Trachtengruppe „Die Burggräfler“ in Wien nach und wirkten bei der Abschlußfeier der Internationalen Wiener Gartenschau mit.

1975 – Im Jahre 1975 konnten wir unser 70-jähriges Vereinsjubiläum in Verbindung mit dem großen Quelle-Schützenfest feiern.

1976 – In diesem Jahr übernahmen wir die Patenschaft für die Südtiroler Trachtengruppe „Die Schildhöfler“ in Wien. Der Verein nahm auch beim großen Folklorefest in Flumet in Frankreich teil.

1977 – In diesem Jahr bat uns der Trachtenverein Beratzhausen um die Übernahme der Fahnenpatenschaft anlässlich ihres 30. Gründungsfestes.

1978 – Der Verein nahm auch beim großen Folklorefest in Flumet in Frankreich teil.

1980 – Unser 75. Gründungsfest feierten wir mit den uns befreundeten Vereinen in der Uni Mensa.

1982 – In diesem Jahr besuchten uns während eines Europatrips die Mitglieder unseres Brudervereins „G’müatliche Enzianer“ aus New York. Die Gründer dieses Vereins waren einmal Mitglieder des Almrausch Stamm.

1985 – Das 80. Gründungsfest veranstalteten wir im Rot-Kreuz-Saal, wobei wir am Sonntag mit den auswärtigen Gästen noch einen zünftigen Frühschoppen abhielten und anschließend nach einer Dampferfahrt Kloster Weltenburg besichtigten.

1986-1987 – Außerdem wurden in den Jahren 1986/1987 neue Vereinsdirndl angeschafft, die wieder zum großen Teil selbst angefertigt wurden und bis heute angefertigt werden, wenn ein neues Mitglied in den Verein kommt.

1988 – Auch das Jahr 1988 wurde für die Mitglieder zu einem Höhepunkt. Durch die Vermittlung der Interessengemeinschaft der Regensburger Trachtenvereine wurde die Plattlergruppe zu einem sehr großen Folklorefestival nach Brunsum in den Niederlanden eingeladen. Dieses Fest dauerte vom 15. – 21. Juli, war für die Teilnehmer sehr strapaziös, aber auch ein unvergessliches Erlebnis, konnte man doch in dieser Woche über 20 verschiedene Folkloregruppen in ihren Trachten bewundern. Die Regensburger vertraten dort unter 28 Nationen aus aller Welt die BRD.

1990 – Das 85-jährige Vereinsjubiläum wurde im kleinen Rahmen in der Gaststätte Hubertushöhe mit den Regensburger Vereinen gefeiert.

1993 – In diesem Jahr konnte die Vereinsjugend ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Am Ende des Festgottesdienstes wurde die kurz vorher restaurierte Vereinsfahne gesegnet.
Auch in den neuen Bundesländern waren wir schon zu Gast.

1994 – In diesem Jahr wurden wir nach Schönebeck bei Magdeburg und nach Weißenfels eingeladen.

1995 – Das 90-jährige Vereinsjubiläum wurde im 1995 mit den Regensburger Trachtenvereinen sowie den Patenkindern aus Beratzhausen und Trofaiach/Steiermark im Sportpark der SG Post/Süd gefeiert.

1998 – Im Mai 1998 hatte der Verein gleich 2 Gründe zum feiern. Zum einen konnte die Vereinsjugend bereits auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Zum anderen waren es fast auf den Tag genau 50 Jahre, dass der Verein von den Besatzungsmächten die Erlaubnis erhalten hatte, das Vereinsleben, welches während des Krieges ruhen musste, wieder aufzunehmen.

2000 – Das 95-jährige Gründungsfest wurde im Oktober 2000 im kleinen Rahmen gefeiert. Es fand ein Dankgottesdienst und ein Ehrenabend statt.

2001 – Vom 05. – 18. Juli 2001 war der Verein mit 21 Personen zu Besuch in den USA. Auf Einladung unseres Brudervereins „Gemuetliche Enzianer“ New York haben wir am 18. Gaufest des Gauverbands Nordamerika teilgenommen. Im Anschluss an das Fest haben wir noch eine Busrundreise durch die Ostküste der USA unternommen.

2005 – Nach intensiver Vorbereitung konnte der Verein in einem dreitägigen Festmarathon vom 9. Bis 11. September sein 100-jÄhriges Bestehen feiern. Am Freitag in St. Johann mit dem Totengedenken und anschließend mit einem Ehrenabend im Dollinger Saal.
Der Samstagabend war ein Gauabend mit Tanz- und Plattlereinlagen im Zelt auf der Dult.
Höhepunkt war dabei die Weihe der neuen Fahne im hohen Dom zu Regensburg durch Bischof Gerhard Ludwig Müller. (Der spätere Kardinal) Musikalisch durch die Regensburger Domspatzen und der Gaukapelle Beratzhausen. Nach dem Hochamt bewegte sich ein imposanter Festzug mit 2500 Trachtlern, 66 Fahnen und elf Kapellen durch die Stadt zum Dultplatz wo im Zelt die weltliche Feier stattfand.

2007 – Viele Ältere Ausschussmitglieder bei der Generalversammlung machten den Weg frei für den „Nachwuchs“. Damit wurde der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft des Vereins gelegt. Stefan Flexeder löste Josef Liebl als Vorsitzenden ab.

2008 – Nach Jahren des Dornröschenschlafs wurde die Theatergruppe wachgeküsst. Zwei ausverkaufte Aufführungen des Stücks „Leg doch mal die Nonne um“ waren die Premiere für die neue Theaterleiterin Evi Dettenwanger. Die Stubenmusik feierte ihr 15 jähriges Bestehen.

2010 Es hatte sich lange abgezeichnet und passierte dann doch sehr plötzlich: Der Almrausch brauchte ein neues Vereinslokal. Der Umzug war praktisch in wenigen Tagen vollzogen: Die Sport Gaststätte der SG Walhalla wurde unsere neue Heimat. Startschuss war hier unser Vereinsfasching.

2012 Erstmals stellt der Verein einen Maibaum auf. Die Birke ist zwar nur 14 Meter hoch aber ein Anfang ist gemacht. In den nächsten Jahren „wächst“ der Baum enorm. Eine besondere Auszeichnung: Die langjährige Jugendleiterin, Vortänzerin und Vorsitzende der Regensburger Trachtenjugend Renate Liebl erhält das „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt“.

2013 – Die Jugendgruppe feierte ihr 40-jÄhriges Bestehen. Dabei wurden Sepp Liebl und Silvia Jaroschik mit der goldenen Ehrennadel der Bayrischen Trachtenjugend für ihre Verdienste um die Jugendarbeit ausgezeichnet. Renate Liebl und Heinz Jaroschik wurden für ihre Verdienste um die Almrauschjugend auf dem Jugendfahnenband verewigt.

2014 In Regensburg fand der Deutsche Katholikentag statt an dem der Almrausch auch teilnahm.

2015 – Das 110-jährige Jubiläum feierte der Almrausch mit einer Premiere beim Festgottesdienst St Anton: Ein vereinseigener Kirchenchor hatte sich zusammengefunden, der die „Wadlermesse“ sang. Den Abend im Antonius Saal feierte man mit den Patenvereinen und dem Gebietsvereinen Süd des Oberpfälzer Gauverbands. Es war ein voller Erfolg.
Die Vereinsjugend nahm an der Grundsteinlegung zum Haus der Bayrischen Geschichte teil.

2016 – Eine Ära geht zu Ende: Der „Liabl Sepp“ sagt nach 40 Jahren als erster und zweiter Vorstand (fast) endgültig „Servus!“ – Der Verein reiste auch als „Kulturbotschafter“ zum bayrisch-böhmischen Kulturtagen nach Pilsen und hinterließ dort einen bleibenden Eindruck.
Im Dezember wurde der langjährige Vorstand Sepp Liebl, ehemaliger Vorplattler und Jugendleiter Heinz Jaroschik sowie die Trachtenwartin Silvia Jaroschik mit dem „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt“ ausgezeichnet.

2017 Der Almrausch ernannte seinen ehemaligen Vorstand Sepp Liebl zum Ehrenvorstand, sowie Heinz Jaroschik ehemaligen Vorplattler zum Ehrenvorplattler.

2018 Im Frühjahr wurde der ehemalige 2 Vorstand Günter Flexeder mit dem „Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt“ ausgezeichnet

 

 

Chronik Ausführlich

Am 1. März 1905 wurde in der Gaststätte „Zum Goldenen Rad“ in Regensburg der Volkstrachtenverein Almrausch Stamm gegründet. Ziel des Vereins war es, das überlieferte Brauchtum in Tanz, Schuhplattler, Volkslied und Laienspiel zu pflegen und zu erhalten.

Die ersten Richtlinien: „Die Sitten und Gebräuche des Bayernvolkes zu hegen und zu pflegen, die alten echten Trachten desselben zu erhalten. Auch dem Gesang und Laienspiel und der geselligen Unterhaltung soll außer den Originaltänzen geziemend Rechnung getragen werden. Politik jeder Art schließt der Verein vollständig aus.“

Schon im Jahre 1906 wurden Beziehungen zu unserem späteren Patenverein D`Gamskofler Nürnberg aufgenommen.

1909 besaß der Verein die erste Hütte in Ebenwies, 1910 nahmen Mitglieder des Vereins am Oktoberfestzug in München teil und 1912 besaß der Verein die 1. Satzung.

Im 1. Weltkrieg von 1914-18 war die Vereinsarbeit sehr beschränkt. Aber die Almrauscher arbeiteten weiter am Wachsen und Gedeihen des noch jungen Almrauschstammes und am 17.6.1924 erfolgte der Zusammenschluss mit dem Gebirgserhaltungsverein Schlierseer Stadtamhof.

Am 16.10.1924 wurde mit Herrn Fromm von Etterzhausen ein Pachtvertrag geschlossen, der es möglich machte auf einer Schafweide eine Blockhütte zu errichten. Damit ging ein Wunsch vieler Almrauscher in Erfüllung. Unermüdlich arbeiteten sie an diesem Traum. Um das nötige Kapital aufzubringen wurden Theaterstücke in den umliegenden Orten von Regensburg aufgeführt. Es war für die Mitglieder mühevoll und strapaziös nach der Arbeit zum vereinbarten Treffpunkt zu radeln oder mit dem Leiterwagen zu fahren.

Außerdem stand noch das 20jährige Gründungsfest, verbunden mit den Heimattag der Volkstrachten und der Fahnenweihe bevor. An Pfingsten 1925 wurde dann unsere Fahne durch unsere Fahnenmutter Irene Raum zur Weihe gebracht. D`Gamskofler Nürnberg übernahmen die Patenschaft. Diese alte Fahne wurde 1994 restauriert und begleitet uns nun schon 80 Jahre durch das Vereinsleben.

Wenn auch die Fahnenweihe und der Volkstrachtentag nicht den erhofften finanziellen Überschuss brachten, wurde von den Mitgliedern in der Zeit von 1925 bis 1929 die Almrausch-Hütte in Etterzhausen erbaut.

Als im Jahre 1928 wieder mal kein Geld in der Kasse war, wurde kurzentschlossen ein

zur Finanzierung wurde eine „Bergkirta“ angesetzt und die 169 selbstgebackenen Küchel und die zahlreich gestifteten Kirtabuschen ergaben einen Reinerlös von 7,25 RM und dazu noch einen Spendeneingang in Höhe von 30 RM sowie den Bierpfennig von den ausgeschenkten 3 hl Bier, aber die Freude dauerte nicht lange. Das Ende der Kirchweihfeier war ein Strafbefehl über 6 Tage Gefängnis oder 32,50 RM Geldstrafe. Die Anzeige erfolgte durch die Gastwirtsinnung – höchste Zeit sich um eine Schankkonzession zu kümmern!

Die Einweihungsfeier am 29.6.1929 war ein voller Erfolg und ein wesentlicher Markstein in der Geschichte des Almrausch Stamm Regensburg. Die Almrausch-Hütte war für die Regensburger Bevölkerung ein lohnendes Ausflugsziel geworden und durch die fleißige Mitarbeit der Mitglieder konnten durch die Bewirtschaftungsüberschüsse schön langsam die Verbindlichkeiten abgetragen werden.

Inzwischen war das 1000jährige Reich angebrochen und damit ein Wandel in Sachen Vereine und deren Vermögen. Da sich unser Verein aber seit der Gründung jeglicher Politik enthielt, konnten sowohl Vereinsleben als auch Vereinsheim aufrechterhalten bleiben und unser ehemaliges nach Amerika ausgewanderte Mitglied Hans Kiendl staunte bei seinem Besuch in der alten Heimat nicht schlecht über seinen Almrausch!

Hans Kiendl war Mitbegründer des 1931 in New York gegründeten Bayerischen Trachtenvereins „Die G`müatlichen Enzianer“. Im Jahre 1936 riefen der Trachtenverein „Alpiner“ und der V.T.V. Almrausch Stamm Regensburg in der Jahnturnhalle am Oberen Wöhrd einen Faschingsball ins Leben, der unter dem Motto „In der Sommerfrische auf der Alm“ ein voller Erfolg wurde und bis Kriegsausbruch jedes Jahr veranstaltet wurde. Nach dem Krieg 1952 wurde dies der „Alpenball“, der bis heute besteht. Als unsere Mitglieder erleben mussten, wie die Vereinsheime der „Naturfreunde“ in Wenzenbach und Kelheim enteignet und umfunktioniert wurden, war die Sorge groß, dass auch unsere schöne Almrausch-Hütte in ein NSV – Heim umgewandelt würde. Damals bereits kam der Gedanke auf, die Hütte zu verpachten, aber dank der Überparteilichkeit konnte der Hüttenbetrieb weiter laufen. Als aber dann 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach, viele unserer Männer zu den Waffen gerufen wurden und eine Wirtschaftsführung durch die Lebensmittelrationalisierung unmöglich wurde, blieb wirklich nur mehr der Ausweg der Vermietung oder Verpachtung. Im Mai 1940 wurde schweren Herzens die Hütte an die Regensburger Domspatzen verkauft. In der Kriegs- und Nachkriegszeit von 1939-1948 ruhte das Vereinsleben fast völlig, aber am 13. Mai 1948 war es wieder soweit, der Almrausch Stamm erwachte wieder zum Leben. Die Militärregierung der Besatzungsmächte gestattete die Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit und die Treuen des Vereins fanden sich zusammen um den Verein wieder neu aufzurichten. Gleichzeitig erfolgte der Zusammenschluss mit der Trachtengruppe „D`Altbayerischen“ des Eisenbahnersportvereins 1927 Regensburg.

Es wurde eine sehr rührige Zeit, gab es doch viel nachzuholen, vor allem der inzwischen heranwachsenden Jugend ein geordnetes Vereinsleben zu bieten, die nicht vergessenen Tänze und Schuhplattler, Lieder und Theaterstücke wieder auszugraben, zu üben und neue hinzuzulernen. Denn nun konnte der V.T.V. Almrausch eine Plattlergruppe mit 15 jungen Paaren und eine fast genauso starke Volkstanzgruppe aufweisen. Mit der Wiederaufnahme der Vereinsarbeiten, konnten auch wieder Trachtlertreffen organisiert werden und nach dem 1. öffentlichen Auftritt unserer Theater- und Plattlergruppe im Januar 1949 in Mangolding folgte unser 1. Trachtenfest an Pfingsten 1949 in Landshut. Als der Almrausch im Jahre 1950 dann in einer kleinen Feier das 45jährige Gründungsfest begehen konnten, wurde der Gedanke zur Einführung des „Alttrachler -Treffens“ geboren und zwischen den Vereinen D`Gamskofler und Miesbacher aus Nürnberg, Alt Rosenheim und dem Almrausch Stamm diese Idee verwirklicht und lange Jahre wechselweise in Regensburg und Nürnberg veranstaltet. 1951 schloss sich der Verein wieder der Vereinigung Bayerischer Trachtenvereine links der Donau mit Sitz in Nürnberg an, da uns der Landesverband in einem Streitfall nicht unterstützte. Als dann im Jahre 1955 der Verein auf ein halbes Jahrhundert zurückblicken konnte, wurde dieses Jubiläum in einem etwas größeren Rahmen in der RT-Halle veranstaltet Es war ein ergreifender Moment, als sich der Vorhang öffnete und die Mitglieder auf der Bühne Aufstellung genommen hatten, um die anwesenden Brudervereine zu begrüßen. Auch einige unserer Gründungsmitglieder konnten dieses Fest noch mit uns feiern.

Silberhochzeit 1959 Hans und Lisl Artmann und Xaver und Berta Schuderer

Das 60 und 65jährige Gründungsfest waren kleine Feste in bescheidenem Rahmen. Durch die Vermittlung eines Trachtenkameraden aus Rosenheim kam 1971 unser 1. großer Auslandsauftritt zustande. Eine Schuhplattlergruppe. Eine Volkstanzgruppe und eine 6 Mann Blaskapelle vertraten im Juli anlässlich des französischen Nationalfeiertags die Bundesrepublik Deutschland und unsere Heimatstadt Regensburg in Chambery / Savoyen.

Im Frühjahr 1972 bat uns der Heimat- und Trachtenverein aus Trofaiach in der Steiermark um die Übernahme der Fahnenpatenschaft anlässlich des 50jährigen Vereinsjubiläum. Gern kamen wir der Bitte nach und halten auch heute noch gute freundschaftliche Beziehungen mit unserem Patenkind.

Außerdem war der Verein 1972 bei den 20. Olympischen Spielen in München mit 5 Paaren in der Volkstracht vertreten. Endlich 1973 bekam auch der Trachtenverein Almrausch Stamm seine Jugendgruppe. 1974 kamen wir einer Einladung der Südtiroler Trachtengruppe „Burggräfler“ in Wien nach und wirkten bei der Abschlussfeier der Internationalen Wiener Gartenschau mit.

Im Jahre 1975 konnten wir unser 70jähriges Vereinsjubiläum in Verbindung mit dem großen Quelle Schützenfest feiern. Der Ehrenabend fand in der Gaststätte Hubertushöhe statt.

1976 übernahmen wir die Patenschaft für die Südtiroler Trachtengruppe „Die Schildhöfler“ aus Wien.

1977 bekamen wir mit dem Trachtenverein d`Labertaler Beratzhausen ein neues Patenkind.

In den Jahren 1976 und 78 nahm der Verein beim großen internationalen Folklorefest in Flumet in Frankreich teil. Unser 75. Gründungsfest feierten wir mit den befreundeten Vereinen in der Uni Mensa.

Das 80. Gründungsfest veranstalteten wir im Rotkreuzsaal. Dieses Fest wird allen Beteiligten im Gedächtnis bleiben, da am nächsten Tag ein zünftiger Frühschoppen und eine Schifffahrt zum Kloster Weltenburg dieses Festwochenende abrundeten.

Auch das Jahr 1988 wurde für die Mitglieder zu einem Höhepunkt. Durch die Vermittlung der Interessengemeinschaft der Regensburger Trachtenvereine wurde die Plattlergruppe zu einem großen Folklorefestival nach Brunssum in den Niederlanden eingeladen. Dieses Fest dauerte vom 15. – 21. Juli, war für die Teilnehmer sehr strapaziös, aber auch ein unvergessliches Erlebnis. Konnte man doch in dieser Woche über 20 verschiedene Folkloregruppen in ihren Trachten bewundern. Die Regensburger vertraten dort unter 28 Nationen aus aller Welt die BRD.

Das 85jährige Vereinsjubiläum wurde mit den Regensburger Vereinen im kleinen Rahmen gefeiert.

Auch in den neuen Bundesländern waren wir schon zu Gast. 1994 wurden wir nach Schönebeck bei Magdeburg und nach Weißenfeld eingeladen.

1995 konnte der Verein sein 90jähriges Gründungsfest in der Gaststätte Post Süd feiern, an dem unsere Paten- und Brudervereine teilnahmen.

Im selben Jahr konnte unsere Plattlergruppe mit dem Oberpfälzer Gauverband 1 Woche nach Luxor in Ägypten reisen. Dies war für alle Telnehmer ein tolles Ereignis. Neben dem Besuch der Tempel und Königsgräber war auch der Auftritt vor den Ägyptern in einem Theater eine großartige Sache. Leider wurde der Festzug am vorletzten Tag, wegen der Ermordung Rabins, abgesagt.

1998 war schon wieder ein großes Fest fällig, denn unsere Jugendgruppe feierte das 25jährige Bestehen und der Verein den 50. Jahrestag der Wiedergründung nach dem 2. Weltkrieg.

Ein Höhepunkt der letzten Jahre war für viele Mitglieder die Fahrt zu den G`müatlichen Enzianern in New York.

Wie bereits erwähnt waren 1931 Mitglieder unseres Vereins an der Gründung beteiligt. Auch vor und nach dem 2. Weltkrieg kam immer wieder Besuch aus den USA zu uns in den Verein. Bereits zum 50jährigen Gründungsfest 1981 erhielten wir eine Einladung, die wir nicht annehmen konnten. 2001 war es dann soweit. Die G`müatlichen Enzianer feierten ihr 70jähriges Bestehen im Rahmen des Gaufestes von Nordamerika und Kanada und wir waren dabei. Eindrucksvoll waren die Festlichkeiten mit Einzug der Fahnen, Preisplatteln, einem Gottesdienst in deutscher Sprache und vielen Tanzaufführungen. 3 Tage dauerte das Fest.

Anschließend machten alle Vereinsmitglieder eine Rundreise: von den Catkills zu den Niagarafällen, durchs Farmland nach Philadelphia, Washington und nach New York. Hier trafen wir unsere amerikanischen Trachtenbrüder wieder und feierten mit ihnen eine große Gartenparty.

Neben den großen Fahrten und Ereignissen sind für das Vereinsleben vor allem die Vereinsabende mit geselligem Beisammensein, Singen und Tanzen besonders wichtig. Auch das Laienspiel war jahrelang wieder eine feste Einrichtung, das aber ein jähes Ende fand als 1992 unser Vereinslokal Hubertushöhe schloss. Die Großen der Jugendgruppe haben vor ein paar Jahren wieder begonnen Einakter, anlässlich des Seniorennachmittags, zu spielen. Außerdem findet seit Jahren im März ein Starkbierfest statt, bei dem alle kleinen und großen Sünden der Vereinsmitglieder zu Tage gefördert werden und sich großer Beliebtheit erfreut. Auch der Fasching wird gefeiert und hin und wieder ein Schafkopfturnier durchgeführt.

Über die Trachtenbeschaffung, die 3 falschen Töne, die Bastelgruppe, die Stubenmusik und die Jugend wird in dieser Festschrift separat berichtet. Lieber Trachtler, wenn du diese Zeilen liest, ist es für den Trachtenverein Almrausch Stamm geschafft. Die Fahne ist fertig, die Vorbereitungen gemacht, die Gäste und Vereine eingeladen – das 100jährige Vereinsjubiläum des Almrausch Stamm Regensburg kann beginnen.

Treu dem guten alten Brauch